|
| Naturfaser Schur-/Merinowolle |
|
|
 |
kbT - kontrolliert biologischer Tierzucht
Demeter - Schurwolle
- nicht ausgerüstet
- ungebleicht
- nach demeter-kriterien gewonnen und verarbeitet
Mehr Informationen über die Demeter Qualität erhalten Sie unter www.demeter.de.
Merinowolle wird von Merinoschafen verwendet. Die einzigartige Kräuselung macht die Faser außergewönlich elastisch und weich - Merionowolle kratzt nicht. Diese Schafrasse wird hauptsächlich in Australien und Südamerika gehalten, den Ursprungsländern der Wolle.
Nach dem Textilkennzeichnungsgesetz ist Schurwolle Haar, das vom lebenden Tier gewonnen und erstmalig verarbeitet wird.
Dagegen kann "reine Wolle" auch recycelte Reißwolle enthalten. Etwa 5 % der Weltfaserproduktion entfallen auf Schurwolle. Die Weltproduktion von gewaschener Schurwolle liegt bei etwa 1,6 Millionen Tonnen jährlich.
Schurwolle ist die älteste vom Menschen genutzte Faser überhaupt. Schon Jahrtausende vor Christus haben Ägypter und Chinesen Wollschafe gehalten.
Vor Erfindung der Schere in der Eiszeit wurde Wolle gerupft (gepflückt), erst danach war eine Schur möglich.
Die Wollfaser besteht aus Eiweißmolekülketten (Keratin) und ist ähnlich dem Menschenhaar aufgebaut. Umgeben von Schuppen winden sich im Faserinneren spiralförmig Verbände dieser Eiweißmolekülketten (Fibrillen) umeinander.
Die Entwicklung von Feuchtigkeit und Wärme bewirkt eine unterschiedliche Quellung der Fasern und führt somit zu einer Formveränderung. Schurwolle wird gewonnen, imdem das Wollkleid von Schafen als Ganzes (dem Vlies) abgeschoren wird.
Nach dem Waschen werden die Wollfasern zu Garnen versponnen. Man unterscheidet verschiedene Qualitäten der Wolle. Für die Erzeugung von Bekleidungstextilien wichtig sind die sog. Feinwollen, hauptsächlich von Merinoschafen, die für feine Oberbekleidung, Schals und Strümpfe verwendet werden.
Wolle hält warm, da ihre natürlich gekräuselte Faser viel Luft einschließt. Wolle ist temperaturausgleichend und gibt überschüssige Körperwärme an die kühlere Umgebung ab.
Reine Schurwolle nimmt bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an dampfförmiger Feuchtigkeit auf ohne sich feucht anzufühlen.
Gleichzeitig schützt die Faser dank ihres Lanolingehalts vor äußerer Nässe und lässt Wassertropfen an der Oberfläche abperlen.
Wolle lädt sich nicht elektrostatisch auf und zieht daher kaum Schmutz und Gerüche an. Ein Hauptvorzug der Wolle ist aber ihre hohe Spannkraft, die sie praktisch knitterfrei macht.
|
|
|
|
|